Das diesjährigen Bergrennen St. Agatha lockte erneut ein international, hochkarätiges Starterfeld nach Oberösterreich. Nachdem das Training noch bei trockenen Bedingungen über die Bühne kam, sorgte ein Wetterumbruch am Renntag für schwierige Bedingungen. Kühle Temperaturen mit leichtem Nieselregen machten es den Piloten nicht leicht, jedoch blieb es zum Glück bei kleineren Unfällen. Davon ließ sich die Organisation aber keines Wegs aus der Ruhe bringen, womit um 17.00 das Rennen für beendet erklärt werden konnte. Und auch die trotz des schlechten Wetters zahlreich erschienen Zuseher sorgten für eine großartige Stimmung in St. Agatha. VIDEOLINK:

Im Kampf um den Gesamtsieg konnte sich in einem äußerst spannenden Kampf der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik durchsetzen. Mit seinem Norma M20FC Mugen konnte er mit einer herausragenden Performance für Furore sorgen und sich exzellent in Szene setzen, was schlussendlich mit diesem spitzen Ergebnis belohnt wurde. Dabei konnte er im entscheidenden 2. Rennlauf trotz missglückten Start doch noch die schnellste Zeit am Renntag fixieren, womit am Ende einer der wohl größten Erfolge zu Buche stand. Mit einem minimalen Rückstand von 0,26sec. ging der zweite Rang an den Schweizer Marcel Steiner, der mit seinem LobArt LA01 Mugen eine ebenfalls hervorragende Leistung in St. Agatha ablieferte. Der amtierende Schweizer Bergmeister konnte mit einer beeindruckenden Performance überzeugen und mit seiner beherzten Fahrweise für Furore sorgen. Am Ende stand auch für ihn ein großartiger Erfolg bei schwierigen Bedingungen am Renntag zu Buche. Das Podium komplettierte der Vorarlberger Christoph Lampert, der im Osella FA30 Zytek eine ebenfalls exzellente Leistung ablieferte. Dabei hatte er jedoch im 1. Rennlauf nicht gerade das Glück auf seiner Seite, da bei ihm der Regen wieder stärker wurde. Trotzdem konnte er am Ende des Wochenendes ein weiteres großartiges Ergebnis in seiner ersten Saison mit diesem Boliden realisieren und auch auf der Highspeedstrecke von St. Agatha für Furore sorgen.

Auf dem sechsten Gesamtrang folgte bereits der Tourenwagengesamtsieger in St. Agatha. Karl Schagerl lieferte mit seinem VW Golf Rallye TFSI-R eine weitere beeindruckende Performance ab, welche am Ende mit dem vollen Erfolg gekrönt werden konnte. Zwar konnte man den 3. Trainingslauf aufgrund eines Kontaktfehlers an der Drosselklappe nicht absolvieren, jedoch konnte das Team den Defekt rasch beheben. Mit einer tollen Performance vor allem im 2. Rennlauf ließ man am Ende der starken Konkurrenz keine Chance. Dahinter kam es zu einem äußerst dramatischen Dreikampf um den zweiten Rang, welchen am Ende der Bulgare Nikolay Zlatkov knapp für sich entscheiden konnte. Mit seinem einmalig klingenden Audi S1 Quattro konnte er mit einer hervorragenden Performance begeistern und sich im entscheidenden 2. Rennlauf nochmals steigern. Damit konnte er gerade einmal um 0,12sec. den Niederösterreicher Peter Ramler auf den dritten Gesamtrang verdrängen. Dieser zeigte mit seinem mächtigen Audi S1 R Quattro aber eine ebenfalls hervorragende Performance, welche am Ende des Wochenendes mit diesem hervorragenden Ergebnis belohnt wurde. Zudem stand für ihn der volle Erfolg in der E2-SH Klasse zu Buche, womit für ihn in St. Agatha das nächste Topergebnis am Berg zu Buche stand. Mit weiteren 0,06sec. (!) Rückstand ging der vierte Gesamtrang bei den Tourenwagen an den Steirer Thomas Holzmann, der im Mitsubishi Lancer Evo IV eine exzellente Leistung ablieferte. Vor allem im 1. Rennlauf konnte er mit seiner bekannt spektakulären Fahrweise eine herausragende, zweitschnellste Tourenwagenzeit realisieren. Im 2. Rennlauf machte ihm jedoch ein Turboproblem kurz vor dem Ziel einen Strich durch die Rechnung und verhinderte wohl eine weitaus bessere Platzierung.
BERICHT: Peter Schabernack