Das Bergrennen St. Anton/J. in Niederösterreich bot den zahlreich erschienen Zusehern einmal mehr Bergrennsport der Extraklasse. Das Veranstalterteam von Emsi Motorsport leistete eine ausgezeichnete Arbeit und lieferte eine perfekte Veranstaltung ab. Das wurde auch mit perfektem Wetter belohnt, wobei am Nachmittag Wolken die Temperaturen doch erträglicher machten. Trotzdem kamen sehr viele Fans an die Steinleitn und sorgten für tolle Stimmung. Zudem durften sie einen Heimsieg am Ende groß feiern.

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Der Niederösterreicher Karl Schagerl konnte mit seinem VW Golf Rallye TFSI-R sich herausragend in Szene setzen und für Furore sorgen. Mit einer beeindruckenden Performance am Renntag ließ er der Konkurrenz keine Chance, was am Ende mit dem Gesamtsieg beim Heimrennen belohnt wurde. Dabei stellte der VW Golf Pilot gleich im 1. Rennlauf einen neuen Tourenwagenstreckenrekord auf, ehe er im 2. Rennheat nochmal eines drauf setzte und die 1:16min. Schallmauer durchbrach. Dabei konnte er nicht nur den E1 Rekord unterbieten, sondern sogar die Zeit von Erich Edlinger in einem BMW 320 IRL V8 um 0,7sec. verbessern. Damit krönte man sich zum König in der grünen Hölle des Bergrennsports. Auf dem zweiten Platz im Gesamtklassement folgte der Vorarlberger Christoph Lampert, der erstmals bei diesem Rennen seinen neuen Osella PA2000 Evo an den Start brachte. Dabei wurde in den letzten Wochen eifrig am Boliden gearbeitet, um einen Start in St. Anton/J. doch noch zu realisieren. Leider wurde man dann im Training von einem technischen Problem gebremst, wobei eine Reparatur vor Ort am Radlagergehäuse erfolgreich durchgeführt werden konnte. Am Renntag lief der Bolide einwandfrei und Christoph konnte sich von Lauf zu Lauf steigern, wobei er im 3. Rennlauf sogar die Bestzeit aufstellen konnte. Am Ende fehlten auf den Gesamtsieger nach 3 Läufen 2,7 Sekunden. Das Podium komplettierte ein äußerst stark agierender Ferdinand Madrian. Mit seinem mächtigen roten Norma M20F McLaren konnte er sich exzellent in Szene setzen und für Furore sorgen, wobei man die technischen Probleme der letzten Rennen nun wohl endgültig abgelegt hat. Das spiegelte sich auch in den Zeiten wieder, womit am Ende dieser großartiger Erfolg zu Buche stand. Am Ende fehlten auf den Zweitplatzierten gerade einmal 1,3sec. nach drei gewerteten Rennläufen. Rang Vier im Gesamtklassement ging an den Niederösterreicher Andreas Stollnberger, der mit seinem Dallara F302 auch in diesem Jahr sich exzellent in Szene setzen konnte und mit seiner beherzten Fahrweise die Zuseher entlang der Strecke begeisterte. Dabei konnte er sich in einem spannenden Duell gegen seinen stärksten Konkurrenten in der 2l Klasse der Gruppe D, E2-SS durchsetzen und den Klassensieg beim Heimrennen feiern. Mit einem Rückstand von 1,9sec. komplettierte der Kärntner Hannes Kaufmann die Top5 mit seinem wunderschönen Dallara F307, der ein weiteres großartiges Rennen absolvierte und dabei exzellente Zeiten in St. Anton/J. erreichte. Dabei konnte er mit seinem bekannt ruhigen Fahrstil überzeugen und in Lauf 2 und 3 sogar die 1:20min. Schallmauer auf der Steinleitn durchbrechen. BERICHT: Peter Schabernack