Ein Bergrennsportfestival der Sonderklasse wurde den zahlreichen Fans im slowenischen Ilirska Bistrica geboten. Beim vorletzten Lauf zur diesjährigen Berg Europameisterschaft stellte sich ein hochkarätiges Fahrerfeld der knapp über 5km langen Strecke. Dabei hatte man mit dem Wetter das große Glück, dass es sowohl im Training als auch im Rennen bei nur vereinzelten Regentropfen blieb. Sonst sorgte Sonnenschein für angenehme Temperaturen und für ideale Rennbedingungen. Auch organisatorisch lieferte man ein exzellentes Rennen ab, und das obwohl man auf Trainingslauf 3 aufgrund mehrerer Faktoren verzichten musste.

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Im Kampf um den Gesamtsieg behielt in Slowenien Simone Faggioli die Oberhand. Am Steuer seines Norma M20FC Zytek konnte sich der Italiener bereits im Training herausragend in Szene setzen. In den Rennläufen blieb er dann als Einziger an diesem Wochenende unter der 2:05min. Grenze und sicherte sich somit mit knapp 3sec. Vorsprung den Gesamtsieg. In Rennlauf 2 gelang ihm dabei die schnellste Zeit, womit er auch den neuen Streckenrekord in Ilirska Bistrica fixierte. Auf dem zweiten Gesamtrang folgte sein italienischer Landsmann Christian Merli, der am Steuer seines Osella FA30 Zytek LRM ein ebenfalls beeindruckendes Rennwochenende absolvierte. Dabei konnte er sich herausragend in Szene setzen und großartige Zeiten erreichen, womit er mit einem weiteren vollen Erfolg in der D, E2-SS Klasse zu glänzen vermochte. Das bedeutete zudem, dass er sich vorzeitig zum Berg Europameister 2021 küren konnte und nach 2019 diesen prestigeträchtigen Titel zum zweiten Mal gewinnen konnte. Das Podium in Ilirska Bistrica komplettierte der Franzose Sebastien Petit, der sich im 2. Rennlauf nochmals entscheidend steigern konnte und damit die weitere Konkurrenz auf Distanz halten konnte. Nach seinem vollen Erfolg im deutschen Osnabrück stand damit für ihn nach einer schwierigen Saison ein weiteres herausragendes Ergebnis mit dem Nova NP 01-2 Judd GAS39 EMAP zu Buche. Rang Vier mit einem Rückstand von 1,3sec. ging an den Trentiner Diego Degasperi und dessen Osella FA30 Zytek, der ebenfalls in Rennlauf 2 eine eindrucksvolle Zeit realisieren konnte. Nachdem er nach Lauf 1 nur auf dem achten Gesamtrang lag, konnte er sich entscheidend steigern und damit noch einen großen Sprung nach vorne machen. Zudem stand der zweite Platz in der Gruppe D, E2-SS für ihn zu Buche.

Auf dem achten Gesamtrang folgte bereits der Tourenwagengesamtsieger von Ilirska Bistrica mit dem Niederösterreicher Karl Schagerl. Dieser lieferte am Steuer seines VW Golf Rallye TFSI-R eine mehr als beeindruckende Performance ab und konnte mit herausragenden Zeiten für Begeisterung sorgen. Vor allem in Rennlauf 1 schockte er förmlich die internationale Konkurrenz mit einer 2:16er Zeit, womit am Ende auch ein neuer Streckenrekord für ihn zu Buche stand. Dahinter ging der neunte Gesamtrang sowie Platz Zwei bei den Tourenwagen nach einem äußerst spannenden Kampf an den Polen Sebastian Dubaj Gasior, der gleich bei seinem ersten Antreten in Ilirska Bistrica zu überzeugen vermochte. Mit beeindruckenden Zeiten konnte er am Steuer seines Mitsubishi Lancer Evo 9 AMS die zahlreichen Zuseher entlang der Strecke begeistern und mit einer tollen Performance die PF-Klasse 2 für sich entscheiden. Das Podium komplettierte mit gerade einmal 0,26sec. Rückstand der Tscheche Dan Michl mit dem Lotus Elise, der mit einer ebenfalls exzellenten Vorstellung zu überzeugen vermochte. Dabei konnte er mit dem spektakulären Boliden starke Zeiten realisieren und sich am Ende des Wochenendes den zweiten Rang in der PF-Klasse 1 sichern. Rang Vier ging bei den Tourenwagen an den Schweizer Ronnie Bratschi, der sich erstmals der Herausforderung in Slowenien stellte. Mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 7 RS EGMO konnte er sich ausgezeichnet in Szene setzen, wobei er im 2. Rennlauf mit der zweitschnellsten Tourenwagengesamtzeit zu überzeugen vermochte. Am Ende fehlten ihm auf das Podium gerade einmal 0,6sec., was für den spannenden Rennverlauf in Ilirska Bistrica sprach. Zudem konnte er mit Rang Drei in der PF-Klasse 1 wichtige Punkte für die Berg-EM Wertung mitnehmen.

Bericht: Peter Schabernack