Nach 2013 kehrte der Bergrennsport wieder nach Kärnten zurück. Genauer gesagt in St. Urban wurde wieder ein Bergrennen auf die Simonhöhe ausgetragen. Das Team um Ferdinand Madrian und Gerald Glinzner lieferte dabei eine exzellente, erste Veranstaltung ab, wurde dafür leider am Renntag nicht belohnt. Nachdem das Training noch bei trockenem Wetter über die Bühne ging, sorgte eine Kaltfront über ganz Österreich für winterliche Bedingungen. Zeitweise starker Schneeregen sorgte dafür, dass nach wenigen Autos, welche noch den 2. Rennlauf in Angriff nahmen, vorzeitig abgebrochen werden musste. Nachdem im 1. Rennlauf Formelpilot Gottfried Kramer einen schweren Unfall verzeichnete, welcher aber zum Glück ohne schwere Verletzungen für den Piloten verlief (wegen Rückenbeschwerden wurde er mit dem Hubschrauber ins LKH gebracht, wovon er aber selbst dann schlussendlich Entwarnung gab), drehte sich am Beginn des 2. Rennlaufs der Niederösterreicher Gerd Fischer im Zielbereich gegen die Leitplanken. Daraufhin zog man mit Absprache der Piloten vorzeitig die Reißleine, und erklärte das Rennen frühzeitig für beendet. Eine absolut richtige Entscheidung, denn die Verhältnisse wurden einfach nicht besser. Das Veranstalterteam konnte dabei einem richtig leidtun, und man kann nur hoffen das es trotzdem in St. Urban weiter geht, denn von der Organisation zusammen mit dem eingespielten Rennleiterteam war es eine mehr als gelungene Premierenveranstaltung!

Zum Sportlichen, wo im schlussendlich einzig gewerteten Rennlauf der Niederösterreicher Karl Schagerl eine beeindruckende Zeit erreichte. Mit seinem VW Golf Rallye TFSI-R konnte er sich herausragend in Szene setzen und mit einer beherzten Leistung für Furore sorgen. Am Ende wurde der Einsatz gleich bei seinem ersten Start in Kärnten mit dem Gesamtsieg belohnt. Auf dem zweiten Rang folgte im Gesamtklassement der im Schneeregen bärenstark agierende Dieter Holzer. Mit seinem Gruppe N Mitsubishi Lancer Evo 8 erreichte er eine herausragende Zeit, wobei er mit seinem bekannt beherzten Fahrstil sich eindrucksvoll in Szene setzen konnte. Der Lohn war wohl einer der herausragendsten Erfolge in der doch schon langen Karriere des Obersteirers. Das Podium im Gesamtklassement komplettierte der Kärntner Lokalmatador Benjamin Duller, der im spektakulären Ford Fiesta WRC Evo eine ebenfalls beeindruckende Leistung ablieferte. Dabei konnte er mit einer großartigen Zeit am Steuer des wunderschönen Boliden glänzen, womit beim Heimrennen gleich eine eindrucksvolle Platzierung zu Buche stand. Mit gerade einmal 0,1sec. Rückstand ging der vierte Gesamtrang an den schnellsten Piloten aus der Historischen Klasse. Harald Neuherz konnte sich im Regen beeindruckend mit seinem Audi S1 Quattro in Szene setzen und mit einer herausragenden Zeit glänzen. Damit stand für den Oststeirer ein ebenfalls beeindruckendes Ergebnis beim Bergrennen St. Urban zu Buche. Die Top5 Overall komplettierte der Vorarlberger Peter Amann, der sich mit seinem Osella PA2000 Evo ebenfalls beeindruckend in Szene setzen konnte. Mit einer tollen Performance bei schwierigen Bedingungen knapp über dem Gefrierpunkt stand schlussendlich auch der Gesamtsieg in der Gruppe CN, E2-SC zu Buche. Als schnellster Pilot eines offenen Rennboliden an diesem Wochenende.  BERICHT: Peter Schabernack

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