Beim Auftakt zur slowakischen Bergmeisterschaft sowie den Läufen 3 und 4 der polnischen Meisterschaft herrschten an beiden Tagen recht unterschiedliche Bedingungen. War es am Samstag noch sonnig mit fast noch sommerlichen Temperaturen, sorgte eine Kaltfront in der Nacht zum Sonntag für Abkühlung und Regen. Dieser begleitete uns bis zum 1. Rennlauf, ehe dieser endgültig abklang und die Strecke langsam aufzutrocknen begann. Der 2. Rennlauf konnte dann von den Piloten bereits mit Slicks in Angriff genommen werden. Organisatorisch lieferte das Team vom AST Presskam eine tadellose Veranstaltung ab, und auch den Start zu verlegen und damit die Strecke zu verkürzen war eine absolut richtige Entscheidung zugunsten der Sicherheit.

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Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen werden wir die beiden Renntage getrennt voneinander aufarbeiten. Am sonnigen Samstag konnte der italienische Berg-EM Routinier Fausto Bormolini endlich das Pech der letzten Rennen ablegen und mit dem Reynard K02 F3000 endlich ein weitestgehend problemfreies Wochenende absolvieren. Mit starken Zeiten am mächtig klingenden Boliden ließ er der Konkurrenz keine Chance, was schlussendlich mit einem vollen Erfolg beim 1. Rennen belohnt wurde. Damit stand einer der wohl größten Erfolge der letzten Jahre für ihn und sein Team zu Buche, was für die anstrengenden Rennen zuletzt ein wenig entschädigte. Auf dem zweiten Gesamtrang folgte bereits der Kärntner Hermann Waldy jun. mit seinem weiter verbesserten Tatuus Formel Master S2000, der mit einer spektakulären Fahrweise famose Zeiten am Baba realisierte. Dabei konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und sich dabei von Lauf zu Lauf weiter steigern, womit am Ende auch der Klassensieg bei den offenen Formelboliden bis 2l Hubraum zu Buche stand. Nach einem spannenden Kampf konnte er dabei um gerade einmal 0,6sec. die weitere Konkurrenz auf Distanz halten. Diese führte ein weiterer Italiener an, wobei die Rede hier von Renzo Napione ist. Dieser konnte ebenfalls an diesem Tag mit seinem Reynard K02 F3000 für Furore sorgen und die technischen Probleme der letzten Rennwochenenden abschütteln. Der spektakuläre Bolide lief einwandfrei und auch mit seinen gefahrenen Zeiten zeigte sich der Routinier am Ende sehr zufrieden, womit ihm auch noch der Sprung aufs Podium noch vor den schnellsten Tourenwagenpiloten gelang. Diese führte der Pole Szymon Lukaszczyk mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 5 AMS an, der mit einer großartigen Performance zu begeistern vermochte. Dabei war es für ihn der erste Start beim Rennen auf den Baba, was seine gezeigte Leistung nochmals unterstrich. Schlussendlich konnte er einen Vorsprung von über 7sec. Gesamt auf den nächsten Tourenwagen herausfahren.

Wie bereits kurz erwähnt folgte über Nacht zum Sonntag der Wetterumschwung. Ein gemütlicher Regen brach über die Region Pezinok herein, welcher bis zum 1. Rennlauf anhielt. Die Strecke trocknete aufgrund des Windes aber doch schnell ab, so dass in Rennlauf 2 bereits alle Piloten wieder auf Slicks an den Start gehen konnten. Am Gesamtergebnis änderte das aber nichts, denn der Pole Szymon Lukaszczyk war mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 5 AMS bereits in Rennlauf 1 auf noch feuchter Strecke für die schnellen Formelpiloten enteilt. Mit einer herausragenden Performance konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und damit den Gesamtsieg am Baba realisieren, womit er seine Leistung vom Vortag eindrucksvoll untermauerte. Auf dem zweiten Platz folgte Gesamt der Italiener Fausto Bormolini, der an diesem Tag auf die Trainingsläufe mit seinem Reynard K02 F3000 verzichtete. Mit einer beeindruckenden Bestzeit in Rennlauf 2 konnte er sich noch auf diesen Rang verbessern und damit ein ebenfalls spitzen Ergebnis realisieren. Nach dem vollen Erfolg am Vortag war es für den Routinier ein mehr als glückliches Rennwochenende in der Slowakei, womit man sehr zufrieden die Heimreise antrat. Das Podium komplettierte am Sonntag der Pole Waldemar Kluza, der sich diesmal gegen die weitere Konkurrenz durchsetzen konnte und damit Rang Zwei bei den Tourenwagen fixieren konnte. Der Skoda Fabia RS5 funktionierte diesmal ohne jegliche Probleme und mit einer spektakulären Vorstellung konnte er eindrucksvolle Zeiten erreichen. Damit stand für ihn am Baba ein großartiger Erfolg zu Buche. BERICHT: Peter Schabernack