Nach 2015 kehrte die österreichische Bergstaatsmeisterschaft zum Bergrennen Baba in der Nähe von Pezinok retour. In der Zwischenzeit hat sich entlang der Strecke bezüglich Sicherheit doch einiges getan, jedoch war man berechtigt über die Vorkehrungen nicht zufrieden. Doppelte Leitplanken waren zwar an verschiedenen Positionen angebracht, jedoch nicht fix montiert sondern nur zusammengehängt, mit einem Stahldraht. Vor allem bei den Formelfahrzeugen musste man froh sein, dass kein Pilot sich mit dieser “Konstruktion” anlegte. Schade um die tolle Atmosphäre des ehemaligen Berg-EM Laufs, welches durch sein exklusives Fahrerlager punktet. Man kann nur hoffen, dass der Veranstalter hier noch nachbessern kann. Natürlich eine große Frage der Kosten etc., denn sonst bot das Rennwochenende durchaus spannenden Bergrennsport nahe der österreichischen Grenze.  VIDEOLINK:

Im Kampf um den Gesamtsieg konnte sich der Tscheche Dusan Neveril durchsetzen. Mit seinem einmalig klingenden Norma M20FC Judd konnte er mit einer hervorragenden Performance überzeugen und mit exzellenten Zeiten einen vollen Erfolg einfahren. Vor allem im 1. Rennlauf konnte er bei idealen Bedingungen als einziger mit einer Zeit unter der 2min. Schallmauer überzeugen. Da die Temperaturen vor dem 2. Durchgang weiter in die Höhe gingen, wurden die Zeiten bei fast jedem Fahrer ein wenig schlechter. Auf dem zweiten Rang konnte der Ungar Laszlo Szasz mit seinem legendären Reynard Zytek F3000 überzeugen und sich hervorragend in Szene setzen. Der Routinier konnte mit ebenfalls fabelhaften Zeiten mit seinem Boliden überzeugen und für Furore sorgen. Damit konnte er auch die Gruppe D, E2-SS für sich entscheiden und einen vollen Erfolg verbuchen. Das Podium komplettierte bereits der schnellste Tourenwagen an diesem Wochenende. Dieser war schlussendlich erneut der Niederösterreicher Karl Schagerl (Titelbild) mit seinem VW Golf Rallye TFSI-R, der jedoch an diesem Wochenende besonders gefordert wurde. Mit seinem spektakulären Boliden musste er sich ordentlich strecken, um am Ende sich erneut als Sieger feiern lassen zu können. Dabei konnte er im schnelleren 1. Lauf auch einen gigantischen neuen Streckenrekord fixieren, wobei er die einen Tag zuvor aufgestellte Marke um knapp 3sec. unterbieten konnte. Rang Vier ging an den Tschechen Veroslav Cvrcek , der mit seinem Skoda Fabia RS2000 die slowakische Meisterschaft in dieser Saison dominiert. Mit dem mächtigen Boliden machte er es auch im Kampf um den Tourenwagensieg spannend, konnte er doch in Lauf 1 bis auf 1sec. den VW Golf Rallye Piloten nahe kommen. Im zweiten Rennlauf haderte er wenig mit der Technik, womit er seinen Konkurrenten ziehen lassen musste. Trotzdem war es eine beeindruckende Performance des Skoda Piloten. Die Top5 komplettierte der Oberösterreicher Ferdinand Madrian mit seinem Norma M20F McLaren, der sich exzellent mit diesem Boliden in Szene setzen konnte und mit tollen Zeiten überzeugen vermochte. Dabei konnte er mit einer großartigen Leistung für Furore sorgen und schlussendlich mit dem ausgezeichneten zweiten Platz in der Gruppe CN, E2-SC überzeugen.

BERICHT:  Peter Schabernack