Bei sommerlichen Temperaturen ging das diesjährige Bergrennen im italienischen Verzegnis über die Bühne. Verlief das Training auf der äußerst anspruchsvollen Strecke noch im Zeitplan, sorgten am Renntag zahlreiche Unfälle und Unterbrechungen für ein äußerst spätes Rennende. Der 1. Rennlauf zog sich dabei endlos in die Länge, wobei man fast 6 Stunden (!) für diesen Rennheat benötigte. Danach entschied man sich noch um 16.30 den 2. Rennlauf zu starten, welcher dann aber ziemlich zügig abgewickelt wurde. Trotzdem erreichte erst um 19.00 Uhr der letzte Teilnehmer das Ziel.

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Der Mann dieses Wochenendes hieß zweifellos Christian Merli. Mit seinem Osella FA30 Fortech ließ er der Konkurrenz keine Chance und im 1. Rennlauf stellte er zudem einen neuen absoluten Streckenrekord in Verzegnis auf. Dabei konnte er um ein paar Zehntelsekunden den alten Rekord trotz der Schikane, welche seit ein paar Jahren zum Einsatz kommt unterbieten. Zwar musste er sich im 2. Rennlauf geschlagen geben, da er nach einer Unterbrechung nochmals diesen Lauf wiederholen musste, der Vorsprung vom 1. Rennheat reichte jedoch locker aus. Rang Zwei Gesamt ging an seinen jungen italienischen Landsmann Domenico Scola, der mit seinem Osella FA30 Zytek ein weitere beeindruckende Leistung ablieferte und exzellente Zeiten erreichte. Dabei konnte er im 2. Rennlauf sogar die Bestzeit aufstellen und so den Rückstand noch auf 2,6sec. verkürzen. Die Top 3 komplettierte ein weiterer Italiener mit Domenico Cubeda, der mit seinem 2l Osella PA2000 auch die Gruppe E2-SC für sich entscheiden konnte und die zahlreichen Zuseher mit seinem spektakulären Fahrstil begeistern konnte. Rang Vier sicherte sich Francesco Conticelli in einem weiteren Osella PA2000, der eine tolle Performance ablieferte und exzellente Zeiten erreichte. Und das trotz des schweren Unfalls seines Bruders Vincenzo, der im 1. Rennlauf bereits kurz nach dem Start in die Leitplanken krachte, zum Glück aber unverletzt blieb.

 

Bei den Tourenwagen haderte der Niederösterreicher Karl Schagerl erneut mit der Technik. Zuvor stellte er jedoch im 1. Rennlauf mit einer herausragenden Performance einen neuen beeindruckenden Streckenrekord für Tourenwagen auf. Danach sorgte im 2. Rennheat eine defekte Halbachse im VW Golf Rallye TFSI-R für keinen optimalen Vortrieb mehr. Zwar rettete man sich ins Ziel, mehr als Platz Fünf Gesamt bei den Tourenwagen war jedoch unter diesen Umständen nicht mehr möglich. Zumindest konnte man sich mit dem Sieg in der Berg-ÖM trösten und somit volle Punkte einfahren. Der Gesamtsieg blieb somit in Italien und ging an Manuel Dondi, der mit seinem spektakulären Fiat X 1/9 sich gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnte. Mit seinem bekannt beherzten Fahrstil begeisterte er einmal mehr die Zuseher entlang der Strecke. Rang Zwei bei den Tourenwagen ging an den Schweizer Ronnie Bratschi im brachialen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO, der eine ebenfalls beeindruckende Performance ablieferte und herausragende Zeiten am gesamten Wochenende erreichte. Dabei blieb er sowohl im 1. als auch im 2. Rennlauf unter der 2:50min. Schallmauer, womit am Ende der Sieg in der Gruppe E1 zu Buche stand. Das Podium komplettierte der Tscheche Karel Trneny, der mit seinem brachialen Skoda Fabia WRC eine großartige Leistung bei seinem ersten Start in Verzegnis ablieferte. Dabei konnte er mit seinem spektakulären Fahrstil die Zuseher entlang der Strecke begeistern und einen weiteren großartigen Erfolg einfahren.

BERICHT: Peter Schabernack