Anders wie zu erwarten wurde der Kampf um die Berg Europameisterschaft der Kategorie 2 bereits beim Bergrennen im slowenischen Ilirska Bistrica entschieden. Dabei profitierte der amtierende Europameister Simone Faggioli aus Italien vom Pech seines Landsmanns Christian Merli, der am Vorstart zum 2. Rennlauf mit Motorproblemen liegen blieb und so leider einen Ausfall hinnehmen musste. Mit einem weiteren Sieg in der Gruppe E2-SC konnte somit Simone Faggioli erfolgreich seinen Titel verteidigen und sich auch im Jahr 2017 zum Berg Europameister krönen.

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Das Wetter selbst spielte im Gegensatz zu den letzten Jahren in Ilirska Bistrica diesmal nicht somit. Am Trainingstag sorgten Regenschauer am Vormittag für äußerste schwierige Bedingungen, wobei die Strecke erst zum 3. Trainingslauf gänzlich auftrocknete. Dieser wurde dann vom erneut einsetzenden Regen frühzeitig nach den Tourenwagen abgebrochen. Der Renntag selbst blieb von Regenschauern verschont, die Temperaturen stiegen jedoch nicht wie gewohnt bei diesem Rennen in die Höhe. Die Veranstaltung selbst lief organisatorisch sehr kontrolliert ab, so dass bereits kurz vor 16.00Uhr der letzte Teilnehmer das Ziel erreichte. Den Gesamtsieg sicherte sich der Italiener Simone Faggioli mit seinem Norma M20FC Zytek, der eine beeindruckende Performance an den Tag legte und herausragende Zeiten ablieferte. Als bisher Erster Fahrer konnte er die 2min.  Schallmauer in beiden Rennläufen unterbieten, den neuen Streckenrekord stellte er dabei im 1. Rennheat auf. Mit einem weiteren Sieg in der Gruppe E2-SC sorgte er wie bereits oben erwähnt für die frühzeitige Entscheidung in der Berg Europameisterschaft. Auf dem herausragenden zweiten Platz folgte Gesamt der Tscheche Milos Benes mit seinem Osella FA30 Zytek, der mit einer grandiosen Leistung in Slowenien überzeugen konnte und ebenfalls mit exzellenten Zeiten glänzte. Damit konnte er sich auch den Sieg in der Gruppe D, E2-SS an die Fahnen heften und einen großartigen Erfolg in Ilirska Bistrica feiern. Das Podium komplettierte der italienische Berg-EM Dauerbrenner Fausto Bormolini mit seinem bereits legendären Reynard K02 F3000, der somit seinen bislang größten Erfolg in dieser Saison feiern durfte und dabei eine tolle Performance an den Tag legte. Vor allem in den Rennläufen konnte er sich exzellent in Szene setzen und grandiose Zeiten erreichen. Rang Vier ging wieder nach Tschechien an Dusan Neveril im einmalig klingenden Norma M20FC Judd, der jedoch wohl eine bessere Platzierung im 1. Rennlauf wegen eines technischen Problems verlor. Was hier möglich gewesen wäre zeigte er im 2. Rennlauf, wo er die drittschnellste Zeit Gesamt erreichte und noch einen gewaltigen Sprung nach vorne schaffte. Die Top5 Gesamt komplettierte sein Landsmann Dan Michl im brachialen Lotus Elise, der eine ebenfalls herausragende Leistung ablieferte und mit gigantischen Zeiten am gesamten Rennwochenende beeindruckte. Dabei konnte er seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr unterbieten und im 1. Rennlauf eine neue Bestmarke in Ilirska Bistrica aufstellen. Damit stand am Ende auch der klare Sieg in der E2-SH Klasse zu Buche.

BERICHT: Peter Schabernack