Ein würdiges Saisonfinale bildete einmal mehr der Bergklassiker Cividale in Italien für die österr. Bergstaatsmeisterschaft. Auf der anspruchsvollen Strecke waren noch alle Entscheidungen offen, was zu einem äußerst spannenden Renntag beitrug. Dabei konnte bei zwar kühlen Temperaturen, jedoch bei trockenen Bedingungen Bestleistungen erzielt werden. Die Zuseher kamen jedenfalls auf ihre Kosten und brauchten ihren Besuch bei diesem Rennen keines Wegs bereuen. Zwar lief am Trainingstag die Organisation nicht gerade rund, jedoch wurde für den Renntag der Start auf 09.00 Uhr vorverlegt. Damit konnten die beiden Rennläufe in toller Zeit abgewickelt werden und bereits um 16.30 Uhr erreichte der letzte Teilnehmer das Ziel.  VIDEOLINK:

Im Kampf um den Gesamtsieg konnte dem Italiener Federico Liber keiner der Piloten das Wasser reichen. Auf der anspruchsvollen Strecke lieferte der Pilot auf dem Gloria C8P Evo eine beeindruckende Performance ab, welche mit einem weiteren Gesamtsieg in Cividale belohnt wurde. Zwar konnte er seine Rekordzeit in diesem Jahr nicht erreichen, jedoch war am Ende der volle Erfolg nie in Gefahr. In Rennlauf 2 ließ er sich auch von einem langsam fahrenden Konkurrenten nicht aus der Ruhe bringen. Auf dem zweiten Gesamtrang folgte nach einem spannenden Duell der italienische Lokalmatador Stefano Gazziero mit einem Osella FA30 Zytek aus dem Faggioli Team. Mit diesem Boliden konnte er sich beeindruckend in Szene setzen und mit einer großartigen Leistung für Furore sorgen. Der Lohn war schlussendlich beim Heimrennen dieser beeindruckende Erfolg gegen die diesmal starke Konkurrenz. Das Podium komplettierte der Italiener Sergio Farris mit seinem Osella PA2000 Evo, der sich erstmals dieser anspruchsvollen Strecke im Friaul stellte. Mit dem 2l Boliden konnte er sich beeindruckend in Szene setzen und dabei mit seiner spektakulären Fahrweise für Furore sorgen. Dabei konnte er sich im 2. Rennlauf nochmals entscheidend steigern und den Rückstand auf knapp 2sec. auf den weitaus stärkeren Osella des Zweitplatzierten reduzieren. Zudem stand der Sieg in der Gruppe E2-SC für ihn am Ende zu Buche. Auf dem vierten Gesamtrang folgte bereits der Tourenwagengesamtsieger mit dem Italiener Mauro Soretti, der mit einer grandiosen Performance an diesem Wochenende zu überzeugen vermochte und nach einem spannenden Duell knapp aber doch den vollen Erfolg für sich verbuchen konnte. Vor allem im 2. Rennheat konnte er mit einem Lauf vollster Attacke den Rückstand noch in einen Vorsprung verwandeln. Dabei konnte er um 0,13sec. auch den Streckenrekord aus dem 1. Rennlauf verbessern, und um unglaubliche 2,3sec. unter der alten Bestzeit aus 2017 bleiben, womit sich der Subaru Impreza WRX STI Pilot einen herausragenden Erfolg sichern konnte. Gesamt fehlten dem schnellsten E1 Piloten mit dem Niederösterreicher Karl Schagerl am Ende des Wochenendes gerade einmal 0,24sec. nach zwei gewerteten Läufen. Dieser lieferte am Steuer seines VW Golf Rallye TFSI-R eine erneut herausragende Performance ab, wobei er in Rennlauf 1 mit einer großartigen Vorstellung um 2,2sec. seinen eigenen Rekord aus 2017 unterbieten konnte. Nach einem etwas verhaltenen 2. Rennlauf musste man sich dann noch knapp dem Italiener im Subaru geschlagen geben. Mit einem weiteren Sieg in dieser Saison im Zuge der Gruppe E1 konnte man sich aber erneut zum österr. Bergstaatsmeister küren und damit den Titel in der Division III erfolgreich verteidigen. Auf dem sechsten Gesamtrang folgte der Kärntner Hermann Waldy jun. mit seinem mächtigen Tatuus Formel Master S2000, der eine weitere großartige Leistung in diesem Jahr ablieferte. Mit einer großartigen Vorstellung konnte er sich hervorragend in Szene setzen und beeindruckende Zeiten realisieren. Damit stand Gesamt der dritte Rang in der Gruppe D, E2-SS zu Buche, womit man sich nach einer spannenden Saison den österr. Bergpokal in der Division IV & V sichern konnte.

BERICHT:  Peter Schabernack