Das Rechbergrennen 2019 wurde zu einer wahren Rekordjagd um die schnellsten Zeiten. Sowohl der absolute als auch der E1 Tourenwagenrekord wurde am Renntag von Christian Merli bzw. Karl Schagerl deutlich unterboten. Damit bekamen die zahlreich erschienen Zuseher eine beeindruckende Motorsportshow entlang der 5km langen Strecke geboten. Und es hätten durchaus mehr Fans den Weg an die Rennstrecke im Almenland gefunden, wäre die Wetterprognose für das Rennwochenende im Vorfeld nicht so negativ ausgefallen. Mit Glück blieb es am gesamten Trainings- und Renntag trocken und auch die Sonne ließ sich zeitweise blicken. In Erinnerung bleibt auch die bereits am Trainingstag recht hohe Ausfallsquote, womit das Rechbergrennen leider erneut zu einer wahren Materialschlacht wurde. Und das bei gewissen Fans der Alkoholkonsum ausartete und dieser zu gefährlichen Situationen beitrug…

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Nun aber zum Sportlichen, denn da drückte der Südtiroler Christian Merli erneut dem Rechberg seinem Stempel. Bei idealen Bedingungen kündigte der Osella FA30 Pilot bereits im Vorjahr einen neuen Streckenrekord aufgrund des besseren Asphalts im Mittelteil der Strecke an. Und im 1. Rennlauf bekräftige er diese Aussage in eindrucksvoller Manier. Mit einer Zeit von 1:50min. konnte der bekannt beherzt agierende Osella Pilot seinen eigenen Rekord um knapp über 2sec. unterbieten und somit den Grundstein für den Gesamtsieg legen. Am Ende konnte der Südtiroler einen Vorsprung von 3,8sec. auf seinen ersten Verfolger herausfahren und sich erneut zum „König am Rechberg“ küren. Rang Zwei ging an seinen italienischen Dauerrivalen Simone Faggioli, der im Norma M20FC Zytek eine ebenfalls eindrucksvolle Performance ablieferte und großartige Zeiten erreichte. Mit einer herausragenden Leistung am Renntag stand am Ende des Wochenendes auch der Klassensieg zu Buche, womit man schlussendlich ein weiteres Topergebnis in dieser Saison fixieren konnte. Das Podium beim diesjährigen Rechbergrennen komplettierte der Franzose Sebastien Petit, der sich bei seinem erst zweiten Antreten in der Steiermark schon sehr gut mit der knapp über 5km langen Strecke anfreunden konnte. Mit seinem Norma M20FC Mugen konnte er die starke Konkurrenz auf Distanz halten und sich im entscheidenden 2. Rennlauf nochmals knapp steigern. Damit stand für ihn ein hervorragendes Resultat bei diesem Rennen zu Buche. Mit gerade einmal 0,5sec. Rückstand verfehlte der spektakulär agierende Vorarlberger Christoph Lampert bei seinem Heimrennen im Zuge der Berg Europameisterschaft das Podium. Mit seinem Osella FA30 Zytek konnte er aber trotzdem eine beeindruckende Performance abliefern und die zahlreichen Zuseher entlang der Strecke begeistern. Zudem konnte er in der Klasse mit dem herausragenden zweiten Rang überzeugen und somit eine eindrucksvolle Leistung am Rechberg bestätigen.

Auf dem siebenten Gesamtplatz folgte bereits der Sieger bei den Tourenwagen. Und dieser kam erneut aus Niederösterreich mit Karl Schagerl, der im VW Golf Rallye TFSI-R eine eindrucksvolle Performance ablieferte. Der vor dem Rechbergrennen im Aerodynamikbereich weiter optimierte Bolide lief am gesamten Rennwochenende einwandfrei und das spiegelte sich am Renntag wieder. So konnte er bereits im 1. Rennlauf seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr um 0,7sec. unterbieten, ehe ihm im 2. Durchgang nochmals eine minimale Zeitenverbesserung gelang. Damit konnte er mit dem spektakulären Boliden einen vollen Erfolg beim diesjährigen Rechbergrennen im Tourenwagenbereich realisieren und seine Rekordjagd eindrucksvoll fortsetzen. Auf dem zweiten Platz folgte bei den Tourenwagen der Tscheche Veroslav Cvrcek, der ebenfalls seinen Skoda Fabia RS2000 weiter optimierte und mit diesem Boliden eine herausragende Performance an den Tag legte. Dabei konnte auch er die für Tourenwagen grandiose 2:10min. Schallmauer deutlich unterbieten und so ein herausragendes Ergebnis beim Rechbergrennen in der Steiermark realisieren. Vor allem im 2. Rennlauf konnte er sich nochmals um 1sec. steigern und so bis auf 1,5sec. dem neuen Streckenrekord nahe kommen. Die Top3 komplettierte bei den Tourenwagen der Tscheche Marek Rybnicek aus der E2-SH Klasse, der mit seinem spektakulären McLaren F1 Evo eine grandiose Show ablieferte. Mit dem brachialen Boliden, welcher von einem Mitsubishi Turbomotor angetrieben wird, konnte er sich hervorragend in Szene setzen und vor allem im 2. Rennlauf mit der zweitschnellsten Tourenwagenzeit an diesem Wochenende überzeugen. Damit konnte er sich auch noch vor seinem Landsmann Vladimir Vitver positionieren, der jedoch im Audi WTTR-DTM eine ebenfalls grandiose Vorstellung am Rechberg ablieferte. Am Ende fehlten mit dem brachialen E2-SH Boliden knapp 0,6sec. auf das Podium bei den Tourenwagen.

BERICHT: Peter Schabernack