Wie bereits im Vorjahr wiederholte sich das Wetter beim Berg-EM Klassiker im tschechischen Sternberk. Der Trainingstag und auch der 1. Rennlauf gingen noch bei trockenen Bedingungen über die Bühne, wobei die letzten Piloten bereits die nahende Gewitterfront mit feuchter Strecke zu spüren bekamen. Im 2. Rennlauf war die Reifenwahl vor allem bei den letzten Piloten ein Poker, denn im unteren Teil war die Straße bereits trocken. Im oberen Teil regnete es jedoch erneut, was natürlich keine einfache Situation für die Piloten darstellte. Trotz allem lieferte der Veranstalter eine erneut exzellente Veranstaltung ab, womit bereits kurz vor 16.00Uhr der 2. Rennlauf für beendet erklärt werden konnte. Auch das Training verlief recht zügig und kam es zu Unterbrechungen, konnten diese rasch abgewickelt werden.  VIDEOLINK:

Als großer Gewinner konnte sich bei diesem Rennen der Südtiroler Christian Merli feiern lassen. Der Osella FA30 Zytek Evo Pilot agierte am gesamten Rennwochenende in einer eigenen Liga und ließ sich auch vom einsetzenden Regen als letzter Pilot im 1. Rennlauf nicht bremsen. Die Folge war ein neuer absoluter Streckenrekord, wobei er die Zeit um genau 2sec. unterbieten konnte. Auch im 2. Rennlauf setzte er bei schwierigen Bedingungen die schnellte Laufzeit, womit am Ende ein Vorsprung von über 9sec. auf den ersten Verfolger auf der Habenseite stand. Auf dem zweiten Rang folgte der tschechische Lokalmatador Vaclav Janik, der somit wohl einen seiner schönsten Erfolge in seiner Karriere feierte. Der Norma M20FC Turbo Pilot agierte in bestechender Form und konnte vor allem im 2. Rennlauf bei schwierigen Bedingungen mit einer herausragenden Performance überzeugen. Dort setzte er die zweitschnellste Gesamtzeit, womit er noch auf Gesamtrang Zwei nach vorne kam und auch die Gruppe E2-SC bei seinem Heimrennen für sich entscheiden konnte. Das Podium komplettierte der Italiener Simone Faggioli, der im Kampf um die Berg-EM Krone seine zweite Saisonniederlage in dieser Saison hinnehmen musste. Im 2. Rennlauf setzte er als einer von nur 2 Piloten auf Slicks, was leider die falsche Entscheidung am Ende war. Der Regen nahm im oberen Teil nach einer kurzen Unterbrechung wieder zu, womit für den Norma M20FC Zytek Piloten der Gesamtsieg regelrecht davon schwamm. Das am Ende auch der Klassensieg in der E2-SC Gruppe verloren ging, war für den amtierenden Berg Europameister doppelt bitter. Rang Vier ging Gesamt beim Berg-EM Klassiker in Sternberk an den Tschechen Milos Benes im einmalig klingenden Osella FA30 Judd, der mit einer ebenfalls exzellenten Vorstellung an diesem Wochenende für Furore sorgen konnte. Zwar haderte man im Training noch mit Elektronikproblemen, von denen war am Renntag aber nichts mehr zu spüren. Mit grandiosen Zeiten konnte zudem der zweite Platz in der Gruppe D, E2-SS hinter dem Südtiroler Gesamtsieger eingefahren werden. Die Top5 komplettierte der der Vorarlberger Christoph Lampert mit seinem Osella FA30 Zytek, der bei seinem ersten Start in Sternberk eine weitere beeindruckende Leistung ablieferte. Zwar konnte er sich das Fahrverhalten seines Boliden trotz neuer Reifen im 1. Rennlauf nicht erklären, bei schwierigen Bedingungen im 2. Rennlauf konnte er sich aber noch steigern und somit ein exzellentes Ergebnis einfahren. Rang Drei in der starken Gruppe D, E2-SS stand am Ende ebenfalls zu Buche, womit man sich auf der Highspeedstrecke in Tschechien ein großartiges Ergebnis sichern konnte.

Die Top10 Gesamt komplettierte der Tourenwagensieger von Sternberk. Der Tscheche Vladimir Vitver konnte mit einer tollen Performance überzeugen und bei seinem Heimrennen einen seiner schönsten Erfolge feiern. Dabei konnte er sich mit seinem brachialen Audi WTTR-DTM exzellent in Szene setzen und mit starken Zeiten am Renntag für Furore sorgen, was schlussendlich auch mit dem Klassensieg in der E2-SH Klasse belohnt wurde. Dahinter folgte der Niederösterreicher Karl Schagerl mit seinem spektakulären VW Golf Rallye TFSI-R, der mit einer herausragenden Leistung an diesem Wochenende überzeugen konnte und endlich ein weitaus problemfreies Rennen absolvieren konnte. Dabei konnte er mit einer großartigen Leistung auch die E1 Klasse klar für sich entscheiden. Das Podium komplettierte der Tscheche Marek Rybnicek aus der E2-SH Klasse, der mit seinem Ford Fiesta WRC Evo im Training noch mit der Technik haderte, am Renntag aber in bestechender Form agierte. Vor allem im 2. Rennlauf bei schwierigen Bedingungen konnte er sich hervorragend in Szene setzen, womit er noch bis auf 0,25sec. an den Zweitplatzierten herankam.  BERICHT:  Peter Schabernack