Der 4. Lauf zur Berg Europameisterschaft im tschechischen Sternberk begann am Trainingstag mit sommerlichen Temperaturen und wunderschönem Wetter. Für den Renntag hingegen waren Gewitter prognostiziert und diese sorgten im 2. Rennlauf für eine einstündige Unterbrechung. Danach wurde der Rennlauf auf noch feuchter Strecke wieder gestartet und da hatte man Glück, denn als der letzte Pilot das Ziel erreichte brach das nächste Gewitter über Sternberk herein. Trotzdem hatten die letzten Fahrer bereits mit leichtem Regen im oberen Teil der Strecke zu kämpfen. Der 1. Rennlauf ging noch trocken über die Bühne womit die zahlreichen Zuseher auch einen neuen Streckenrekord miterlebten.

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Für diesen sorgte der amtierende Berg Europameister Simone Faggioli. Mit seinem Norma M20FC Zytek konnte er mit einer beeindruckenden Performance für Furore sorgen und dabei seinen alten Streckenrekord aus dem Jahr 2012 um über 2sec. unterbieten. Zuvor haderte er jedoch im Training noch mit der Fahrwerkseinstellung, was auch in einen Dreher endete. Am Renntag hingegen fand man für den rot-blauen Boliden das richtige Setup, jedoch wurde es im Kampf um den Gesamtsieg durch die feuchte Strecke im 2. Rennlauf nochmals spannend. Mit nur 0,18sec. Rückstand folgte auf dem zweiten Platz sein italienischer Herausforderer Christian Merli, der mit seinem Osella FA30 Fortech mit einer grandiosen Zeit den Rückstand doch deutlich reduzieren konnte. Zuvor haderte er im 1. Rennheat mit der Fahrwerkseinstellung und seinen Reifen, wo er das Tempo des späteren Siegers nicht ganz mitgehen konnte. Trotzdem konnte er seine Klasse erneut für sich entscheiden und somit liegen beide nach wie vor punktegleich in der Berg Europameisterschaft in Front. Das Podium beim tschechischen Bergklassiker in Sternberk komplettierte ein weiterer Italiener mit Paride Macario, der mit seinem Osella FA30 Zytek mit einer herausragenden Leistung beeindruckte und im 2. Rennlauf klar die Bestzeit aufstellen konnte. Damit konnte er noch den Sprung aufs Podest schaffen und die restliche Konkurrenz auf Distanz halten.

 

Die Top5 im Gesamtklassement komplettierte bereits der Tourenwagengesamtsieger Dan Michl mit seinem Lotus Elise aus der E2-SH Klasse, der in beiden Rennläufen die Bestzeit aufstellen konnte und sich dabei gegen die starke Konkurrenz aus dem In- und Ausland durchsetzen konnte. Dabei konnte er im 1. Rennlauf seine bislang schnellste Zeit in Sternberk aufstellen und die 3:07min. Schallmauer durchbrechen. Bei den Tourenwagen ging mit 0,9sec. Rückstand Rang Zwei an den Tschechen Vladimir Vitver im spektakulären Audi WTTR-DTM, der mit einer großartigen Leistung für Furore sorgen konnte und dabei exzellente Zeiten erreichte. Dabei funktionierte der Bolide wieder einwandfrei, womit am Ende dieses spitzen Ergebnis zu Buche stand. Das Podium komplettierte ein weiterer Tscheche mit Marek Rybnicek (Foto) im brachialen Ford Fiesta WRC Evo, der mit diesem Boliden wieder eine exzellente Performance ablieferte und dabei mit seinem beherzten Fahrstil die Zuseher in Sternberk begeistern konnte. Rang Vier ging hier an den Slowaken Igor Drotar im mächtigen Skoda Fabia RS5, der ebenfalls eine fantastische Vorstellung bei diesem Rennen ablieferte und dabei exzellente Zeiten erreichte. Das wurde am Ende auch mit dem Sieg in der Gruppe E1 belohnt.  BERICHT: Peter Schabernack