Christian Merli feiert mit neuem Streckenrekord einen knappen Gesamtsieg

Der dritte Lauf zur Berg Europameisterschaft ging im tschechischen Sternberk über die Bühne. Der Klassiker bot dabei ein Bergrennsportspektakel der Extraklasse mit einem äußerst spannenden Kampf um den Gesamtsieg. Auch organisatorisch lieferte der Veranstalter AMK Ecce Homo ein hervorragendes Rennen ab. Dadurch das auch Zuseher zum Rennen zugelassen wurden, fühlte man sich irgendwie in die „Normal-Zeit“ zurückversetzt. Wettertechnisch sorgte der Samstagnachmittag mit immer wiederkehrenden Regenschauern und später einem Hagelgewitter im Zielbereich dafür, dass den 2. Trainingslauf nur wenige Piloten absolvierten. Da für Sonntag beständiges, trockenes Wetter vorhergesagt wurde, war das umso verständlicher. Dieses traf dann auch zu, obwohl über den ganzen Tag mit recht kräftigem Wind die Temperaturen im kühleren Bereich blieben.

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Zum Sportlichen, wo der Italiener Christian Merli in einem Herzschlagfinale sich zum Gesamtsieger in Sternberk küren konnte. Mit dem Osella FA30 Zytek LRM konnte bereits den 1. Rennlauf knapp für sich entscheiden, ehe er sich in Lauf 2 nochmals steigern konnte. Dabei unterbot er seinen eigenen Streckenrekord aus 2019 um 0,05sec., und das obwohl die Strecke mit ihren Bodenwellen schon ein wenig in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mit gerade einmal 0,47sec. nach zwei gewerteten Rennläufen und 15,6km ging der zweite Gesamtrang an den Italiener Simone Faggioli. Dieser konnte in Sternberk mit dem Norma M20FC Zytek einmal mehr für Begeisterung sorgen und sich herausragend in Szene setzen. Mit einer tollen Performance konnte er am Ende sich als Sieger der Gruppe E2-SC feiern lassen. Das Podium komplettierte der junge Tscheche Petr Trnka, der bei seinem erst zweiten Rennen im Norma M20FC Mugen eine großartige Leistung ablieferte. Mit seiner spektakulären Fahrweise konnte er sich herausragend in Szene setzen und dabei die Zuseher entlang der Strecke begeistern. Damit feierte er bei seinem Heimrennen einen seiner bislang größten Erfolge. Mit einem Rückstand von 1,5sec. ging der vierte Platz an seinen tschechischen Landsmann Milos Benes im Osella FA30 Judd, der in Sternberk ebenfalls zu überzeugen vermochte und der ebenfalls eine starke Performance am gesamten Rennwochenende ablieferte. Vor allem in Rennlauf 2 konnte er sich nochmals steigern und dabei einen neuen, tschechischen Rekord auf der Strecke von Sternberk aufstellen.

Bei den Tourenwagen konnte der Tscheche Dan Michl bei seinem Heimrennen den Gesamtsieg realisieren. Mit dem spektakulären Lotus Elise konnte er sich gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und sich vor allem in Rennlauf 2 nochmals entscheidend steigern. Mit der schnellsten Zeit eines Tourenwagens an diesem Wochenende konnte er somit einen vollen Erfolg realisieren. Auf dem zweiten Platz folgte der Pole Sebastian Dubaj mit dem Mitsubishi Lancer Evo 9 AMS, der ebenfalls an diesem Wochenende zu begeistern vermochte. Mit dem brachialen Boliden konnte er sich hervorragend in Szene setzen und bei seinem ersten Rennen in diesem Jahr gleich für Furore sorgen. Damit konnte er auch die PF-Klasse 2 für sich entscheiden und in Sternberk einen vollen Erfolg verbuchen. Das Podium komplettierte der Schweizer Ronnie Bratschi mit dem Mitsubishi Lancer Evo 7 RS EGMO, der bei seinem ersten Antreten in Sternberk eine grandiose Performance ablieferte. Dabei konnte er vor allem in Rennlauf 1 eine famose Zeit realisieren, ehe ihm im 2. Rennlauf ein Dreher bei der Linkskehre im Mittelteil viel Zeit und wohl Platz Zwei Gesamt bei den Tourenwagen kostete. Trotzdem konnte er sich noch den zweiten Rang in der PF-Klasse 1 sichern und damit für die Meisterschaft weitere wichtige Punkte realisieren. Rang Vier Gesamt bei den Tourenwagen ging an den Tschechen Ivo Krampota im BMW E36 M3, der ebenfalls zu überzeugen vermochte und in Sternberk für Furore sorgen konnte. Mit einer tollen Leistung konnte er sich großartig in Szene setzen und die nationale Gruppe 1 für sich entscheiden, womit beim Heimrennen ein mehr als großartiger Erfolg für ihn zu Buche stand.

BERICHT: Peter Schabernack