Spannende Entscheidungen bot das diesjährige Bergrennen im tschechischen Namest nad Oslavou. Dabei forderte die relativ kurze, aber doch sehr anspruchsvolle Strecke den Piloten alles ab. Zudem galt es an beiden Renntagen unterschiedliche Bedingungen zu meistern, wobei sich der Samstag von der regnerischen Seite präsentierte. Am Sonntag blieb es dann trocken, jedoch sorgte ein kurzer Regenschauer im unteren Teil der Strecke für erschwerte Verhältnisse im 2. Rennlauf für die letzten 30 verbliebenen Fahrer. Ob der Kampf um den Gesamtsieg dadurch negativ beeinflusst wurde, darf bezweifelt werden, denn Sebastien Petit legte mit einer unglaublichen Rekordzeit vor, und diese hätte wohl auch mit vollem Einsatz Milos Benes nicht erreicht. Von der Organisation muss man den Veranstaltern um Marek Rybnicek aber gratulieren, denn man meisterte jede Herausforderung exzellent. Ein besonderer Dank an dieser Stelle an Vladimir Stary für die große Unterstützung vor Ort!

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Damit zu den motorsportlichen Ereignissen in Namest nad Oslavou, wo sicherlich der Franzose Sebastien Petit die große Aufmerksamkeit auf sich zog. Erstmals brachte er seinen neuen Nova NP 01-4 an den Start, um den Boliden unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Und das gleich äußerst erfolgreich, denn am trockenen Sonntag konnte man mit dem rot-weißen Boliden eindrucksvolle Zeiten realisieren. Bereits in Rennlauf 1 konnte man einen neuen Streckenrekord aufstellen, wobei der Vorsprung auf den ersten Verfolger mit 0,08sec. noch sehr gering ausfiel. Im 2. Rennlauf konnte er sich dann nochmals um unglaubliche 1,3sec. auf der 2km langen Strecke steigern, wobei ihm eine Laufzeit unter der 52sec. Grenze gelang, was einen neuen Traumrekord in Namest bedeutete. Einen Tag zuvor im Regen konnte er mit Platz Zwei Gesamt ebenfalls großartig aufzeigen und wichtige Erkenntnisse gewinnen. Dort ging der Sieg an den Tschechen Milos Benes, der mit seinem Osella FA30 Judd eine spektakuläre Leistung ablieferte. Mit seiner beherzten Fahrweise ließ er der Konkurrenz keine Chance und zudem konnte er dabei die Zuseher entlang der Strecke begeistern. Auch am Sonntag konnte er mit dem schwarz-orangen Boliden überzeugen und eine eindrucksvolle Performance abliefern. Im 1. Rennlauf kam er bis auf 0,08sec. an die Bestzeit seines französischen Konkurrenten heran, ehe er im 2. Rennlauf aufgrund des Regens stark gebremst wurde. Ob auch er sich in diesem Ausmaß nochmals steigern hätte können, werden wir wohl nie erfahren, darf aber durchaus angezweifelt werden. Das Podium komplettierte am regnerischen Samstag der junge Tscheche Petr Trnka mit seinem Ligier JS53 Evo2 LRM, der mit einer eindrucksvollen Leistung zu begeistern vermochte und dabei eine beeindruckende Vorstellung ablieferte. Aber auch Sonntag konnte er bei trockenen Bedingungen mit dem blau-weißen Boliden überzeugen und herausragende Zeiten realisieren, was mit Platz Vier Gesamt belohnt wurde. Der 2l Klassensieg war dabei an beiden Tagen die gefährdet. Das Podium komplettierte am Sonntag der Tscheche Vaclav Janik, der mit seinem Norma M20FC Turbo sich entscheidend gegenüber dem Samstag steigern konnte. Mit einer großartigen Vorstellung konnte er mit famosen Zeiten glänzen und damit dieses Topergebnis mit dem rot-weißen Boliden realisieren. Am Samstag haderte man mit dem Regen und der Strecke in Namest nad Oslavou, womit man mit Platz Fünf Gesamt vorliebnehmen musste. Vierter wurde am Samstag mit einer beeindruckenden Performance der Tscheche Marek Rybnicek, der mit seinem Skoda Fabia R5 DTRi eine eindrucksvolle Vorstellung ablieferte. Dabei konnte er mit famosen Zeiten glänzen und sich bei seinem Heimrennen als Tourenwagengesamtsieger feiern lassen. Damit konnte man sich am trockenen Sonntag einiges erwarten, jedoch machte ein nach dem Training diagnostizierter Motorschaden ihm vorzeitig einen Strich durch die Rechnung. Die Top5 Gesamt am Sonntag komplettierte der Oberösterreicher Ferdinand Madrian, der seine bislang gezeigte Form auch in Namest bestätigen konnte. Mit seinem Norma M20FC NME konnte er sich ausgezeichnet in Szene setzen und am Sonntag mit ausgezeichneten Zeiten überzeugen. Damit stand mit dem rot-silbernen Boliden auch ein grandioser zweiter Gesamtrang im Zuge des Maverick Rescue Euro Cup für ihn und sein Team zu Buche. BERICHT: Peter Schabernack